MenüMenü

Dampflok am Bahnhof SteinbachErlebniswandern mit der Schmalspurbahn „Pressnitztalbahn“

Etwa 4,5km westlich von Satzung schneidet sich das Pressnitztal tief in das Gebirge ein.Das Tal liegt ca. 350m niedriger als der 890m hohe Hirtstein. Mit dem PKW gelangt man in nur 5 Autominuten nach Steinbach. Mit dem Rad ist die Strecke in ca. 15 Minuten und zu Fuß entlang der Wanderwege in etwa 1 Stunde zu bewältigen. In Steinbach beginnt die Eisenbahnstrecke der historischen Pressnitztal-Schmalspurbahn, die über PreßnitztalbahnSchmalzgrube bis in die 10km entfernte Bergstadt Jöhstadt führt. Sie galt Zeit ihres Bestehens als die landschaftlich reizvollste Schmalspurbahn Sachsens.

Die historische Streckenführung

Die Strecke verlief einst von Wolkenstein aus durch das Schwarzwasser- und Preßnitztal nach Jöhstadt und berührte dabei die Orte Großrückerswalde, Niederschmiedeberg, Steinbach und Schmalzgrube. Diese Orte besaßen jeweils einen Bahnhof. Ferner gab es noch die Haltepunkte Streckewalde, Oberschmiedeberg und Schlössel. Insgesamt war die Strecke 23 km lang und in ihrer Streckenführung außerordentlich abwechslungsreich. Landwirtschaftlich geprägte Feld- und Wiesenlandschaften wechselten sich mit Flußauen und Wäldern ab, Industriebetriebe – vor allem in Niederschmiedeberg – und der Verkehrsknoten Wolkenstein prägten den Charakter der Bahn in ihrer infrastrukturellen Funktion.

Geschichte

Erste Bemühungen für den Bahnbau gab es schon 1867, die Planungen begannen 1876, zogen sich über 25 Jahre hin bis zur Eröffnung der Bahn am 1.Juni 1892. Zuverlässig verrichtete die Bahn ihren Dienst bis man sie gegen den entschiedenen Willen der Anliegergemeinden und der Bevölkerung in 2 Etappen 1984 und 1986 still legte und bis 1989 völlig demontierte. So wie die Bahn verschDampflok im Bahnhof Steinbachwanden ab 1989 nach und nach alle Industriebetriebe. Die Bahn aber blieb in der Bevölkerung verwurzelt. Eisenbahnfreunde begannen 1991 mit dem Wiederaufbau der Bahn von Jöhstadt aus als Museumsbahn und erreichten im Jahr 2000 Steinbach mit seinem weltberühmten Wasserhaus. Die Bahn mit ihren Dampflokomotiven und historischen Schmalspurwagen ist heute Motor des Fremdenverkehrs im Preßnitztal. Aus einem losen Zusammenschluss entwickelte sich die IG Preßnitztalbahn, Pressnitztalbahn im Winterdie die Dampfbetriebene Schmalspurbahn als Museumsbahn betreibt, sowie das Eisenbahnverkehrsunternhmen (EVU) Press GmbH. Schmalspurbahn im Winter

Fahrbetrieb der Pressnitztalbahn

Die Pressnitztalbahn fährt heutzutage fast jedes Wochenende von Mitte April bis Ende Oktober, ausserdem im Februar, jedes Adventswochenende, sowie jeden Tag vom 27. Dezember bis 1. Januar. Den aktuellen Fahrplan können Sie HIER herunter laden!

Radwandern mit der Bahn

Der stillgelegte untere Teil der Bahn von Steinbach nach Streckewalde ist nach dem Wiederaufbau der demontierten Brücken als Radwanderweg nutzbar und wegen seiner geringen Steigung auch für Kinder „erfahrbar“. Fahrräder, Kinderwagen und im Winter auch Skier und Schlitten, werden im Gepäckwagen der Museumszüge kostenfrei befördert.

Berggasthof HirtsteinbaudeWandern mit der Bahn

von Steinbach zum Hirtstein
Vom Bahnhof Steinbach, der am Haus Krausse eine Wandertafel besitzt, führt ein gut gekennzeichneter Wanderweg in stetiger, aber mäßiger Steigung hinauf auf den Hirtstein bei Satzung. Der Weg ist befestigt und gut begehbar. Er endet nach 6.5 km, für die man 2 Stunden einplanen sollte, am Berggasthof Hirtsteinbaude auf 890m über n.N. Ruhebänke in ausreichender Zahl und die Schutzhütte am Glösenstein auf halber Wegstrecke dienen der Rast und ermöglichen ein Picknick.

von Steinbach nach Schmalzgrube
Ebenfalls vom Bahnhof Steinbach führt ein landschaftlich reizvoller Wanderweg entlang der Bahnstrecke bis nach Schlössel. Im Tal der Preßnitz wechseln sich Auenwiesen mit Felslandschaften und Bergwäldern ab. Oberhalb von Steinbach erreicht man nach 1.5 km das Besucherbergwerk Andreas-Gegentrum-Stolln, das auch über einen Haltepunkt der Bahn verfügt. Weiter talaufwärts entfernen sich Gleis und Wanderweg immer weiter von der Talstraße. Die Bahn nimmt hier Waldbahncharakter an, die ohnehin nur schwach befahrene Straße entschwindet völlig aus der Wahrnehmung, bis man Schmalzgrube erreicht.

von Schmalzgrube zum Hirtstein
Von Schmalzgrube aus führt ein gut beschilderter und auch für ungeübte gut zu bewältigender Wanderweg wiederum zum Hirtstein, einem der schönsten Aussichtspunkte im Erzgebirge. Berg und Berggasthof stehen völlig frei und bieten einen unvergleichlichen Panoramablick über das Erzgebirge bis hinein ins Leipziger Land. Den Hirtstein erreicht man je nach Kondition in 2 Stunden. Der Berggasthof Hirtsteinbaude lädt zur Stärkung ein und bietet dem Wanderer und Skiwanderer Rast und Unterkunft in heimeliger Atmosphäre. Am nahen Sportplatz beginnt während der Skisaison ein 35 km langes Netz erstklassig gespurter Langlaufloipen in freier Natur.

von Schmalzgrube nach Schlössel
Zurück in Schmalzgrube beginnt die Wanderung entlang der Preßnitz am Bahnübergang oberhalb des Bahnhofes. Der Wanderweg nach Schlössel entfernt sich von der Verkehrsstraße und folgt durch idyllische Wald- und Flusslandschaften der Bahn bis zum Haltepunkt Loreleyfelsen, der eigens für Wanderer eingerichtet wurde. Der Schmalspurzug hält hier nach Bedarf. Der Wanderer kann von hier aus seinen Weg entlang der Preßnitz oder hinauf nach Grumbach fortsetzen. Unser Bahnwanderweg endet nach 7 km und etwa 2 bis 2.5 Stunden Fußweg am Haltepunkt Schlössel.

© 2016 InternetAgentur Porstmann Olbernhau Impressum Datenschutz